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Die StattReisen-Organisationen der verschiedenen Städte arbeiten im Forum Neue Städtetouren zusammen, z.B. um die Qualität zu sichern.  
[StattReisen Berlin Tour] Armut, Flucht, Vertreibung  
Siedlungsexperimente in Mariendorf  
[StattReisen Berlin Tour] Stille Heldinnen  
Frauen im Widerstand  
[StattReisen Berlin Tour] Ingeborg Bachmanns Berliner Jahre  
Ingeborg Bachmanns Berliner Jahre Zu ihrem 100. Geburtstag Berlin war nicht die längste Episode im Leben der österreichischen Lyrikerin und Schriftstellerin, die an vielen Orten Europas lebte und arbeitete. Und sicher war es auch nicht die bedeutendste Lebensphase. Aber auch kein unwichtiger Abschnitt nach der schwierigen Beziehung zu Max Frisch und des Nicht-Schreiben-Könnens. Vor allem jedoch eine weitere Phase des Suchens und sich Wiederfindens am "Ort für Zufälle", wie sie Berlin in ihrer Rede zum Büchner-Preis nannte. Am 25. Juni wäre Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden. Wir schauen auf diesem Rundgang auf ihre Berliner Jahre von 1963 bis 1965 im Grunewald.  
[StattReisen Berlin Tour] Die Ring-Architekten  
Pioniere des neuen Bauens  
[StattReisen Berlin Tour] Südseeträume: Die Pfaueninsel  
Südseeträume: Die Pfaueninsel NEU! Einst vom Großen Kurfürsten an Alchemisten Johannes Kunckel im 17. Jahrhundert für dessen geheimnisvollen Experimente verschenkt, wurde die Pfaueninsel 100 Jahre später geheimer Treffpunkt für die ungewöhnliche Liebesbeziehung zwischen dem zukünftigen Thronnachfolger Friedrich des Großen, Kronprinz Friedrich Wilhelm und dessen bürgerliche Geliebte, Wilhelmine Enke aus Potsdam. Das ungleiche Paar ließ nach englischen und französischen Vorbildern das Lustschlösschen und die Meierei im pittoresken Ruinenstil errichten, hinzu kamen Reminiszenzen an das antike Rom. Die landwirtschaftliche Prägung erhielt das Eiland schließlich unter Königin Luise und König Friedrich Wilhelm III. Zur Exotik der noch heute farbenfrohen Bepflanzung passte die Ansiedlung von Pfauen und anderer Tiere aus fernen Ländern. Landschaftsgarten und Pfauen sind noch heute Teil dieses besonderen UNESCO-Welterbes.  Hinweis: Tickets für die Fähre müssen individuell vorab online gebucht werden (empfohlen) oder vor Ort erworben werden. Im Anschluss besteht am Nachmittag die Möglichkeit zum individuellen Besuch des Schlosses (hierfür müssen vorab Eintrittskarten erworben, das Fährticket ist dann schon inkludiert). Der Termin am 13. Juni ist leider bereits ausgebucht. Aber es gibt gleich einen Zusatztermin am Tag darauf um 14 Uhr!  
[StattReisen Berlin Tour] Berlin verkehrsberuhigt!  
Berlin verkehrsberuhigt! Wer mit StattReisen unterwegs ist, bewegt sich in der Stadt umwelt- und sozialverträglich: zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die "Verkehrswende" ist für uns Programm, und zwar schon seit unserer Gründung 1983.Deshalb engagieren wir uns jetzt auch für das Berliner Volksbegehren zur Verkehrsberuhigung.   Diese Initiative will in einem Volksentscheid durchsetzen, dass der Bereich innerhalb des S-Bahnrings stark autoverkehrsreduziert wird. Dafür hat sie einen Gesetzentwurf vorbereitet, der bei der Abgeordnetenhauswahl im September 2026 zur Abstimmung gebracht werden soll. Zweck dieses Gesetzes ist es, eine flächengerechte, gesunde, sichere, lebenswerte sowie klima- und umweltfreundliche Nutzung der öffentlichen Straßen in Berlin zu ermöglichen. Damit es soweit kommen kann, sind bis Anfang Mai mindestens 170 000 Unterschriften von Berliner:innen ab 16 Jahren notwendig, die das Anliegen teilen.Wenn Sie auch dazu gehören, bitten wir Sie um Ihre Unterschrift! Sie können die Liste von der website herunterladen. Dort finden Sie auch weitere Informationen und den Text des Gesetzentwurfs.  

Unter der Oberfläche des Alexanderplatz

Der U-Bahnhof Alexanderplatz ist ein Kosmos für sich. Wer auf die kühle Ästhetik der 1920er Jahre steht, kommt hier auf seine Kosten. Der weitaus größte Teil des Bahnhofs ist dank Wandfliesen in intensives Türkis getaucht.

Aber der eigentliche Reiz dieses Bahnhofs ist für mich ein anderer. Wer großstädtisches Leben mag, für den wird der Gang durch diese Unter-Welt zum Lustwandeln. Ein Stück Metropolis. Hier treffen sich drei U-Bahnlinien und vernetzen sich mit S-Bahn und Straßenbahn, Regionalbahn und Bus. Hier ist fast rund um die Uhr Leben und hier stoßen auch völlig widersprüchliche Lebenswelten aufeinander. 

An der Platzoberfläche lassen nur die zahlreichen Ausgänge vermuten, dass sich unter der Platzoberfläche eine andere Welt verbirgt. Benutzt man aber einen der Abgänge und steigt abwärts, betritt man ein Labyrinth von Wegen, Passagen, Bahnsteigen, Zwischenebenen und, und, und ... Eine Architekturlandschaft in den Boden eingegraben. Hohlraum. Architektur, die nicht als Baukörper in Erscheinung tritt, sondern nur Raum ist. Purer Raum. Weit und eng, hoch und niedrig, schäbig und glanzvoll.

Es macht Spaß, dieses Höhlensystem zu durchstreifen und in unterschiedliche Raum- und Lebenswelten einzutauchen. Es ist reizvoll, sich von den Menschenmassen treiben zu lassen, durch endlose Gänge treppauf, treppab zu flanieren. An den entlegensten Punkten des Labyrinths wandelt man zuweilen durch einsame Gänge und trifft dann plötzlich auf gigantische Menschenmassen, die sich im Puls der U-Bahnfahrpläne durch die Gänge wälzen.

Es lohnt sich immer tiefer abzusteigen. Ganz unten, auf der untersten Bahnsteigebene angekommen, steht man in einer riesigen Kathedrale, durch die man die Fahrt nach Hönow antreten kann.

Im U-Bahnhof Alexanderplatz. Foto: Jörg ZintgrafHier empfiehlt es sich einzusteigen, loszufahren und die Menschen zu beobachten. Diese Reise führt über Friedrichshain, Lichtenberg und Hellersdorf. Völlig unterschiedliche Welten mit vielen unterschiedlichen Menschen. Touristen und Hipster, Werktätige und Party-People, alles bunt gemischt. Und zu jeder Tageszeit anders. Eines meiner Lieblingsrituale ist es, die Linie über eine längere Strecke abzufahren und zu beobachten, wie sich die Mischung der Fahrgäste von Stadtteil zu Stadtteil wandelt. "Frankfurter Allee" ist da eine Zäsur. Manchmal mache ich mir einen Spaß daraus, zu spekulieren, wer wohl davor und wer danach aussteigt. Fährt man wieder zurück, mischen sich all diese unterschiedliche Menschen im U-Bahnhof Alexanderplatz.

Sören Hühnlein