###TOPNAV###
469 Treffer:
Stadtführung  
Buchung / Anfrage  
Beitrag  
Logo zur Startseite sprungmarke  
[StattReisen Berlin Tour] Auf den Spuren der Kreuzberger Bohème  
Zum 100. Geburtstag des Maler-Poeten Kurt Mühlenhaupt  
Stadtführungen Berlin  
Stadtführungen in Berlin  
unSICHTBAR – Das Stalag III D in Lichterfelde Süd  
An einem Sonntag gegen Ende des Frühlings verirre ich mich nach Lichterfelde Süd und entdecke inmitten einer verwunschenen Brache die Spuren des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag III D.  
Kindertouren  
StattReisen Berlin bietet zahlreiche Stadtführungen und Rallyes an, die speziell für Kinder von 8 bis 12 Jahren entwickelt worden sind.  
unSICHTBAR – Drei Schüsse am Ku’damm  
Eine gewöhnliche Bushaltestelle am oberen Ende des Kurfürstendamms / Ecke Joachim-Friedrich-Straße. Der Verkehr tost, geschäftiges Treiben im Umfeld. Keine*r der auf den Bus Wartenden kennt die unscheinbare Gedenktafel, die fünf Meter neben ihnen in den Boden eingelassen ist. Sie befindet sich schon 31 Jahre dort. Die wenigsten der Passanten wissen, was dort vor 53 Jahren geschah.  
unSICHTBAR – Der Wasserturm am Pfuhlgelände  
Naturfreund? Ja, das bin ich gewiss. So gern ich den Trubel in unserer Stadt mag, aber ich wohne mitten im grünen Mariendorf und ich liebe es. So manch Besucher fühlte sich hier wie auf dem Land. Und dabei habe ich noch nicht mal allen das idyllische Gelände am Pfuhl gezeigt. Denn da gibt es derzeit nicht nur viel Grünes und Blühendes, sondern auch einen Turm zu entdecken.  
unSICHTBAR – il-legale Kunst  
Bald können wir endlich wieder Stadtspaziergänge mit Gruppen unternehmen. Doch bis dahin seid ihr noch ein paar Tage ohne uns unterwegs, vielleicht im eigenen Kiez, vielleicht in einem anderen Teil der Stadt oder auch gar nicht in Berlin. Mein Vorschlag für den nächsten Spaziergang: egal wo ihr seid, widmet euch doch der legalen und illegalen Kunst, die den öffentlichen Raum erobert, besetzt, verschandelt – ganz wie ihr es für euch einschätzt.  
Die geheimnisvollen Gewölbe unter dem Kreuzberg-Denkmal  
1821, vor 200 Jahren, wurde das Nationaldenkmal für die Befreiungskriege auf dem damaligen Tempelhofer Berg eingeweiht. Das Denkmal hat den Grundriss eines Kreuzes, und die Spitze bekrönt das „Eiserne Kreuz“. So erklärt sich der Name Kreuzberg, den zunächst der „Berg“ bekam und 1921 – aus Anlass des 100. Jahrestages der Einweihung des Denkmals – der Berliner Bezirk. Kaum jemand weiß, dass sich unter dem Denkmal riesige Gewölbe befinden, die als Kunstdepot dienen und im Winter von Fledermäusen bewohnt werden.  

unSICHTBAR – Das frühere Berlin Document Center

Zwischen Krummer Lanke und dem gleichnamigen U-Bahnhof in Zehlendorf liegt ziemlich versteckt der Wasserkäfersteig. Diese schmale Straße ist mit Natursteinen gepflastert und nur an einer Seite mit freistehenden Wohnhäusern bebaut. Sie endet an einem Waldstück mit einer Sackgasse. Ein besonders ruhiger und grüner Fleck im ohnehin eher beschaulichen Zehlendorf. Hierher verirrt sich wohl kaum jemand zufällig. Und vielleicht genau deswegen spielte hier, am Ende des Sträßchens mit dem putzigen Namen, ein eher wenig bekannter Nebenhandlungsstrang des 20. Jahrhunderts in Berlin.

 

Ganz unscheinbar stehen hier einige Siedlungshäuser im zur Nazi-Zeit beliebten „Heimatschutzstil“ – mit Fensterläden und Spitzdächern. Vordergründig harmlos war auch die Bezeichnung, als die Deutsche Reichspost sie 1940/41 errichten ließ: Telephonverstärkeramt.

Die technischen Anlagen wurden jedoch unterirdisch in einem großen Bunkerkomplex untergebracht. Dazu gehörten auch die Abhöranlagen, mit denen der Geheimdienst des Reichsluftfahrtministeriums Telefongespräche zwischen der Hauptstadt und dem westlichen Teil des Deutschen Reiches belauschen konnte. Alles war hier tatsächlich weitgehend unsichtbar, unauffällig und sicher vor dem Kriegsgeschehen versteckt.



Beinahe ohne Schäden überstand der Komplex den Krieg. Im Sommer 1945 übernahmen die Amerikaner das Gelände, entfernten die Telefontechnik und machten aus der Bunkeranlage das Berlin Document Center.

Trocken und sicher lagerten sie hier etwa 50 Tonnen Akten und Karteikarten aus der NS-Zeit. Dazu gehörten der Großteil der Mitgliederkartei der NSDAP, etwa elf Millionen Karten, und Parteikorrespondenz sowie Personalakten vieler weiterer NS-Institutionen.
Sowohl die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse als auch das zunächst unter alliierter Hoheit durchgeführte Entnazifizierungsprogramm stützen sich auf Material aus dem Berlin Document Center.
Später wurde die Sammlung immer mehr zu einem Ort zeithistorischer Forschung. 1988 verschwanden mehrere tausend Akten aus dem Document Center, die dann auf Trödelmärkten wieder auftauchten.

Mit dem Ende des Besatzungsstatus wurde die Sammlung 1990 organisatorisch in das Bundesarchiv überführt und Mitte der 1990er Jahre an den Standort des Bundesarchivs an der Finkensteinallee in Lichterfelde gebracht.



Auf dem Gelände am Wasserkäfersteig 1 wird heute einfach nur gewohnt. Aus dem Bunker ist eine Tiefgarage geworden. Und so erinnert nur noch die auffällig große Einfahrt unter die Erde an die unsichtbare Geschichte des Ortes, obwohl es diese Einfahrt damals natürlich noch nicht gab.

https://www.openstreetmap.org/#map=19/52.44698/13.23715

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben