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Logo zur Startseite Willkommen im StattReisen-Blog Wir gehen jeden Tag mit offenen Augen begeistert durch die Stadt und entdecken ständig Neues, was unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, oder Orte, wo sich eine neue Entwicklung ankündigt. Wir möchten Euch an unseren Entdeckungen und unseren Diskussionen teilhaben lassen. Denn wie wir die Stadt sehen, hat viel mit unseren Wahrnehmungen, Geschichten und Lebenskonzepten zu tun – und ist daher kontrovers. Hier sollt Ihr noch mehr darüber erfahren, wie wir arbeiten, was uns gerade beschäftigt und wofür wir in Berlin stehen. So erfahrt Ihr auch noch mehr über Orte und Zusammenhänge, die auf einem Stadtrundgang zu kurz kommen. Ab und zu werdet Ihr auch eine pointierte Kritik lesen, was uns nicht passt. Dabei interessiert uns auch Eure Meinung, denn die kann vielleicht zu einem neuen Stadtspaziergang führen … Alle Blog-Einträge könnt Ihr kommentieren. Über Eure Anregungen und Meinungen freuen wir uns. Nutzt dazu unser Feedback-Formular – Danke!  
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40 Jahre Tanzfabrik: Die Institution für zeitgenössischen Tanz  
Welche sind eigentlich die Orte des Tanzes in dieser Stadt? Viele – vor allem junge Leute – mögen an Berghain, Matrix & Co denken, Orte zum Abhotten und des Stell-dich-ein. Wer kommt rein? Aber Tanz ist mehr: Kunst, Experiment, Gestaltung des Raumes. Und auch dafür gibt es besondere Orte, die uns Gabriele Reuter von der Tanzfabrik am kommenden Sonnabend (14. Juli) zeigt. Nora Göres schrieb zum Jubiläum den folgenden Blogbeitrag.  
Weltstadt Kreuzberg – Stadtrundgang durch das andere Berlin  
Türkische, polnische und schwäbische Kreuzberger beleben den sicher buntesten Stadtteil Berlins. Kirche, Synagoge und Moschee stehen hier dicht beieinander. Döner Kebab, Käsespätzle und Bouletten stehen auf vielen Speisekarten. Um das bunte und vielfältige Berlin kennen zu lernen, führt der Weg fast zwangsläufig nach Kreuzberg oder Neukölln. Hier erfahren Schüler*innen, wie eine Zuwanderergesellschaft funktionieren könnte oder wie sich aktuelle gesellschaftliche Veränderungen konkret zeigen.  
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Auch wenn es noch lange hin noch gar nicht konkret ist: Es lohnt sich, schon jetzt an Ihre Klassenfahrt im kommenden Jahr zu denken, zumindest wenn es nach Berlin gehen soll. Denn Berlin ist Klassenfahrtziel Nummer Eins und die bevorzugten Unterkünfte sind in den heißen Wochen oft ein Jahr im Voraus bereits ausgebucht.  
[StattReisen Berlin Tour] Die Rote Insel Schöneberg  
Die Rote Insel Schöneberg Sie ist komplett von Schienensträngen eingeschnürt, aber warum rot? Beherrschend ist der Gasometer, Verkünder längst vergangener Zeiten, als einst auch Marlene Dietrich auf der Insel das Licht der Welt erblickte. Und zwar in der heutigen Leberstraße. Deren Namensgeber, Julius Leber, begegnen wir auf dem Rundgang immer wieder – aber auch anderen bekannten und unbekannten Personen, die das Rote der Insel verkörpern.  

Go City West?

Es geht hoch hinaus in der westlichen City. Kürzlich hat das Upper West sein Richtfest gefeiert: Mit 119 Höhenmetern und 33 Etagen konkurriert es mit seinem gleich hohen Nachbarn, dem Zoofenster. Da kann die Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche mit ihren 71 Metern nicht mehr mithalten. Endlich wieder mal Boomtown nach den „Goldenen Zwanziger Jahren“ und dem Wiederaufbau im West-Berlin der 1950er und 60er Jahre?

Als wir Mitte der 1990er Jahre unseren neuen Stadtspaziergang „Konsum, Rausch und Abgründe“ durch die westliche City entwickelt haben, sah es an dieser Stelle anders aus: Der Beate-Uhse-Shop war eine Attraktion, der Zoo Palast noch der rote Teppich für die Wettbewerbsfilme der Berlinale (bis 1999), weitere Kinos existierten wie der Gloria-Palast, das Mamorhaus oder die Filmbühne Wien gleich um die Ecke, das denkmalgeschützte Schimmelpfeng-Haus überspannte die Kantstraße gegenüber der Gedächtniskirche, das Kranzler zum Gesehen werden oder als Rückzugsort und: Teppich Kibek. Das Geschäft wehrte sich damals gegen die Bestrebungen des Grundeigentümers Brau und Brunnen, an dieser Stelle ein Hochhaus zu errichten und beharrte auf dem langfristigen Mietvertrag. Ein Bagger rammte angeblich zufällig einen Stützpfeiler und dann nahm alles seinen Lauf – oder auch nicht. Denn nachdem Teppich Kibek verschwunden war, klaffte hier über zehn Jahre lang ein Riesenloch, weil dem Getränkekonzern das nötige Geld und wohl auch der Glaube an seine hochfliegenden Pläne fehlte. Die Dauerbaustelle drohte zum Synonym für Fehlentwicklungen und die Orientierung der Investoren zur Alten Mitte zu werden. City West wird abgehängt? So waren die Befürchtungen und so stand es in mancher Zeitung. 

    

Interessenten und Investoren kamen und gingen auch relativ schnell wieder. Dann wurde es 2008 doch noch ernst: Statt des ursprünglichen gläsernen Turms des Architekten Richard Rogers wurde schließlich das Zoofenster nach den Plänen von Christoph Mäckler errichtet und 2013 eröffnet. Mittlerweile kam das Victoria Areal / Neues Kranzler Eck mit seiner gläsernen Fassade des Architekten Helmut Jahn dem zuvor und setzte ein erstes Ausrufezeichen im Streit um die architektonische Lufthoheit in der City West. Das heizte die Debatte um die Höhenbegrenzung an. Erinnern wir uns: Die KapHag durfte in den 1990er Jhren im Kantdreieck ihr Haus mit dem markanten Segel auf dem Dach noch nicht so weit in die Höhe bauen wie gewünscht und wirkt in seiner reduzierten Form wie gestutzt. Gern wurde an die Konsequenzen für das sich verändernde Stadtbild erinnert, wenn die alte Regelung einer Traufhöhe von 22 Metern in den klassischen Innenstadtgebieten keine Gültigkeit mehr hat. Diese alte Ordnung wurde nun mit den beiden Hochhäusern endgültig durchbrochen und der Architekt des Upper West Christoph Langhof freut sich, das sein 19-jähriger Kampf nun Früchte trägt. Seine Vision geht aber noch weiter, wenn er mit dem Entwurf für einen 209 Meter hohen Wolkenkratzer mitten auf dem Hardenbergplatz gleich vor dem Bahnhof Zoo für Aufsehen und Streit sorgt. Hier sind die Verwaltungen von Senat und Bezirk aber noch mehrheitlich dagegen. Ob das Riesenrad in der Nachbarschaft doch noch verwirklicht wird, steht ebenfalls noch aus: Der erste Investor dafür ist pleite und auf dem Grundstück darf nah dem Bebauungsplan auch nichts anderes gebaut werden. 


Weiter in die Höhe geht es zurzeit an anderen Stellen in der Stadt: Unterhalb des Fernsehturms mit seinen 368 Metern liegen das Park Inn am Alexanderplatz (150 Meter) und die Treptowers in Treptow (125 Meter). Höher hinaus geht demnächst das Hotel Estrel in Neukölln mit einem 175 Meter hohen Turm.

Nichts desto trotz hat die Regelung der Traufhöhe noch Kraft, denn der US-Investor Hines darf auf der neuen Leerstelle, wo das Beate-Uhse-Museum gestanden hat, nur ein Geschäftshaus mit sechs statt wie geplant zehn Stockwerken bauen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, früher Senator für Stadtentwicklung, freute sich im Frühjahr bei einem Besuch der Baustelle des Upper West über die Aufwertung der City West. 250 Millionen werden hier vom Investor Strabag Real Estate investiert. Ganz oben soll es eine 900 qm große Skybar mit tollem Blick auf die Stadt geben. Upper West klingt nach New York, aber bis dahin ist es doch noch ein weiter Weg. In der unteren Hälfte zieht mit Motel One ein Hotel im Dreisternestandard ein. Nebenan hat sich im Zoofenster das Luxushotel Waldorf Astoria einquartiert. Der Berlin-Tourismus boomt und so setzen Investoren nach wie vor auf Hotelketten. Für diese Berlin-Besucher sind neue Shoppingkonzepte wie das im modernisierten Bikini-Haus gleich gegenüber wie geschaffen.

Was dabei vergessen wird: Viele kleinere inhabergeführte Hotels kommen unter die Räder und können mit ihrem engen Budget nicht mehr mit den Großen mithalten, gerade auch in Charlottenburg. Sie schließen oder werden teilweise zur Flüchtlingsunterkunft. Kennt Ihr noch das legendäre Bogota?

Damit sind wir auf der Schattenseite der Hochhausprojekte. Die Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befürchtet eine Verschattung ihres blau verglasten Kirchenraums. Und die Kirche hat nicht mehr die Höhendominanz von früher. Für manchen Berliner sicher ein emotionales Thema, ebenso wie der Abriss des Schimmelpfeng-Hauses aus den 1950er Jahren. Es stand unter Denkmalschutz, sollte aber mit Genehmigung der Behörden den beiden Hochhäuser weichen. Das sieht nach einer klaren Linie der Stadtentwickler aus, auch wenn Senatsbaudirektorin Regula Lüscher Bauchschmerzen bekundete.   

So verändert sich im Zuge der neuen Höhenflüge das Koordinatensystem der City: Bekleidung statt Kinokultur, Shoppingerlebnis mit Zooblick statt Kaffeehausatmosphäre … Und damals wie heute gern vergessen: Die Menschen am Rande unserer Gesellschaft, für die die Bahnhofsmission hinter dem Bahnhof Zoo ein wichtiger Anlaufpunkt in ihrem Alltag ist: etwas zu essen bekommen, ärztlich mit dem Nötigsten versorgt werden und vielleicht einen Moment der Ruhe finden. Hier ist die andere Seite der Gesellschaft, zu der auch das ehrenamtliche Engagement von Bürgern dieser Stadt zählt, jenseits von Kommerz, Ertrag und Effizienz. Je nach Schätzung wird von über 10.000 Wohnungslosen in Berlin ausgegangen – die Größenordnung einer Kleinstadt. Und die Zahl nimmt zu. Auch das ist die City West vis à vis der neuen Hochhäuser im Schatten des neuen Glanzes. Die Kontraste der Stadtgesellschaft können kaum schärfer sein. Vielleicht wäre auch das eine Erwähnung des Regierenden Bürgermeisters bei seinen lobenden Worten zur Aufwertung der City West wert gewesen. Und an diese Klientel hat der Architekt Christoph Lang bei seinen zahlreichen Berliner Projekten sicher nicht gedacht.

 


Wie denkt Ihr über die Entwicklung und Zukunft der City West?

 

 

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