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Odessa – Krim

Kontrastreiche Entdeckungen am Schwarzen Meer


als Bildungsurlaub anerkannt Als Bildungsurlaub anerkannt

Ukraine

Kirche Foros an der südlichen Krim-Küste. Foto: Alexander FlühmannIn mediterrane Gefilde führt diese Reise. Aber es ist nicht das Mittelmeer sondern das Schwarze Meer, das die Hafenstadt Odessa und die Halbinsel Krim stark prägt. In Odessa bestimmen darüber hinaus Bauten europäischer Architekten das Stadtbild. Herausragende Beispiele sind u.a. die berühmte Potemkintreppe zum Hafen und das Opernhaus.

Ab Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Küstenort rasant zu einer internationalen Handelsmetropole. Alexander Puschkin kam 1823/24 im Zuge seiner Verbannung nach Odessa; es schien ihm, dass „man hier ganz Europa atmet“. Anfang des 20. Jahrhunderts war Odessa das bedeutendste jüdisch-literarische und zionistische Zentrum im Zarenreich. Während der deutsch-rumänischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle jüdischen Einwohner ermordet.

Heute erweist sich ein Anknüpfen Odessas an die Vergangenheit angesichts der wirtschaftlichen Probleme der Ukraine als schwierig. Geblieben ist die besondere Odessaer Mentalität, die durch die Weltoffenheit und den Humor der Odessiten gekennzeichnet ist.

Südöstlich der Großstadt Odessa liegt die Krim. Der Reiz, den die Halbinsel seit Jahrhunderten auf ihre Kur- und Sommergäste ausübt, liegt zum einen im Zusammenspiel von Bergen, Steppe und Küstenlandschaft. Zum anderen findet man auf der Krim durch die Vielfalt der Völker, die sich an dieser Schnittstelle zwischen Europa und Asien ansiedelten, die unterschiedlichsten Kulturdenkmäler, wie etwa Überreste griechischer Kolonien, genuesischer Handelsstädte und die ehemalige Hauptstadt der Krimtataren Bachtschissaraj.
Die Nationalsozialisten wollten die Krim deutsch besiedeln, ihre Bewohner umsiedeln oder ermorden. Die Krimtartaren, unter Stalin nach Mittelasien deportiert, konnten erst Anfang der 1990er Jahre wieder zurückkehren. Die Krim – zwischen der Ukraine und Russland umstritten – gehört heute als autonome Republik zur Ukraine, doch sind etwa 70 Prozent der Bewohner ethnische Russen.

Schon im 19. Jahrhundert entdeckte der russische Adel die subtropische Südküste der Krim als Ort der Sommerfrische. In der Sowjetunion wurden die Paläste und mondänen Villen umfunktioniert zu Erholungsanstalten für das arbeitende Volk. Heute ist die Krim wieder ein begehrtes Urlaubsziel.

Voraussichtlicher Programmablauf

1. Tag   Fr, 25. Mai | 31. Aug. 2012
Anreise ab Berlin

  • Voraussichtlich am Nachmittag Treffen aller Teilnehmer/innen in Berlin
  • Begrüßung durch die Reiseleitung
  • Abfahrt mit dem Nachtzug nach Odessa

Alternativ ist auch eine individuelle Fluganreise am Folgetag möglich.

2. Tag   Sa, 26. Mai | 1. Sep. 2012
Auf Schienen durch Polen und die Ukraine

  • Ankunft in Kiew und kurze Stippvisite in Kiew
  • Weiterfahrt nach Odessa

Odessiten im Park. Foto: Sybille Heeg3. Tag   So, 27. Mai | 2. Sep. 2012
Ankunft in Odessa

  • Voraussichtlich am Morgen Ankunft in Odessa und Transfer zum Hotel
  • Gemeinsames Essen in einem Restaurant und Programmvorstellung
  • Besuch einer Vorstellung in der Oper

4. Tag   Mo, 28. Mai | 3. Sep. 2012
Annäherung an Odessa

  • Geführter Stadtspaziergang: Annäherung an die Geschichte und Architektur Odessas (Innenstadt, Meeres-Boulevard und Hafen, Potemkintreppe, Bauten des Jugendstils, des Klassizismus, der Neogotik u.a.)
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Besuch einer sozialen Einrichtung für Straßenkinder und Gespräch über die soziale Situation in der Stadt

Der Hafen von Odessa. Foto: Matthias Kern5. Tag   Di, 29. Mai | 4. Sep. 2012
Das jüdische Odessa

  • Geführter Stadtspaziergang zu Orten jüdischer Vergangenheit und Gegenwart im Stadtzentrum (u.a. Wohnhaus von Isaak Babel)
  • Besuch einer der Synagogen (Brodskij Synagoge oder Hauptsynagoge)
  • Treffen und Gespräch mit einem Mitglied der jüdischen Gemeinde über die aktuelle Situation
  • Spaziergang durch die Moldowanka, ein „Arme-Leute-Viertel“ mit einst hohem jüdischen Bevölkerungsanteil. (Wirkungsstätte von Isaak Babels Gangsterkönig Benja Krik)
  • Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant
  • Lesung mit einem jiddischschreibenden Dichter

6. Tag   Mi, 30. Mai | 5. Sep. 2012
Tagesausflug nach Bessarabien

  • Busfahrt entlang der Schwarzmeerküste durch ehemals deutsches Siedlungsgebiet nach Bilhorod-Dnistrovskyi
  • Besichtigung der an der Dnjestr-Mündung zum Schwarzen Meer gelegenen mittelalterlichen Festung Akkerman
  • Rustikales Mittagessen und Weinprobe in einem kleinen Winzerbetrieb im Dorf Schabo
  • Rückkehr nach Odessa
  • Am Abend Gespräch mit einem Odessaer Publizisten oder Kulturwissenschaftler über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation in der Ukraine

7. Tag   Do, 31. Mai | 6. Sep. 2012
Odessa in Literatur und Film

  • Führung durch das Literaturmuseum – Die wichtigsten Schriftsteller und ihr Verhältnis zur Stadt: Puschkin, Mickiewicz, Gogol, Bunin, Babel, Achmatowa, Ilf, Petrov, Katajev
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Anschließend Zeit für eigene Erkundungen
  • Am Abend Weiterfahrt mit dem Nachtzug von Odessa nach Simferopol

Das „Schwalbennest“. Foto: Alexander Flühmann8. Tag   Fr, 1. Juni | 7. Sep. 2012
Ankunft auf der Krim

  • Ankunft am Bahnhof in Simferopol
  • Bustransfer nach Sewastopol
  • Geführter Stadtspaziergang in Sewastopol: Uferpromenade, Nachimovplatz mit „Gräfischer Anlegestelle“, Peter-und-Paul-Kirche, Vladimirkathedrale, Museum der Schwarzmeerflotte u.a.
  • Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant

9. Tag   Sa, 2. Juni | 8. Sep. 2012
Sewastopol: Geschichte und jüdisches Leben

  • Spaziergang über die Große Meeresstrasse zum „Historischen Boulevard“
  • Besichtigung des Krimkriegs-Panoramas
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Besichtigung der Ausgrabungsstätten der 422 v. Chr. gegründeten griechischen Stadt Chersones, heute Unesco-Weltkulturerbe
  • Kurzer Stopp am Mahnmal für die ermordeten Juden und am jüdischen Friedhof
  • Treffen und Gespräch mit einem Journalisten einer jüdischen Zeitung

10. Tag   So, 3. Juni | 9. Sep. 2012
Tagesexkursion ins Krimgebirge: Bachtschyssaraj und Tschufut-Kale

  • Busfahrt nach Bachtschyssaraj
  • Besichtigung des Khan-Palasts mit dem von Puschkin bedichteten Tränenbrunnen
  • Treffen und Gespräch mit einem Vertreter der krimtatarischen Gemeinde
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Besichtigung des orthodoxen Uspenskij-Felsen-Klosters und Wanderung zu der bis ins 19. Jahrhundert von Karäern bewohnten Höhlenstadt Tschufut-Kale
  • Spaziergang zum karäischen Friedhof im Iosofatova-Tal
  • Rückfahrt nach Sewastopol

Die Promenade von Jalta. Foto: privat11. Tag   Mo, 4. Juni | 10. Sep. 2012
Entlang der Südküste

  • Weiterfahrt per Bus in Richtung Jalta
  • Stopp in Balaklawa, dort Bootsfahrt in der von Homer besungenen Bucht des malerischen Küstenstädtchens und Spaziergang zu den Ruinen der Genueser Festung Cembalo
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Weiterfahrt entlang der Südküste in Richtung Jalta
  • Zwischenstopp am Bajdar-Pass
  • Zwischenstopp iund Außenbesichtigung des Voronzov-Palastes
  • Kurzer Fotostopp am „Schwalbennest“
  • Weiterfahrt nach Jalta und Einchecken im Hotel

12. Tag   Di, 5. Juni | 11. Sep. 2012
Jalta und Livadija

  • Geführter Stadtspaziergang durch Jalta mit Besuch des ehemaligen Wohnhauses von Tschechow, heute Anton-Tschechow-Museum
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Busfahrt nach Livadija
  • Führung durch den Palast von Livadija, ursprünglich Sommerresidenz der Zarenfamilie, später zunächst Sanatorium und 1945 Ort der „Konferenz von Jalta“
  • Weinprobe im Stammhaus des Massandra-Weingutes
  • Rückfahrt nach Jalta

Am Bahnhof von Simferopol. Foto: privat13. Tag   Mi, 6. Juni | 12. Sep. 2012
Simferopol

  • Fahrt von Jalta nach Simferopol
  • Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen
  • Gemeinsames Essen
  • Abreise mit der Bahn in Richtung Berlin (über Kiew) bzw. individueller Rückflug

14. Tag   Do, 7. Juni | 13. Sep. 2012
Auf Schienen durch die Ukraine und Polen

15. Tag   Fr, 8. Juni | 14. Sep. 2012
Ankunft in Berlin

Änderungen, die weder den Charakter noch den Umfang der Reise beeinträchtigen, sind möglich.


Leistungen

Im Reisepreis enthalten sind:
  • Bahnfahrt Berlin-Odessa-Simferopol-Berlin
  • 9x Übernachtung mit Frühstück in zentral gelegenen Mittelklassehotels im Doppelzimmer bzw. auf Wunsch im Einzelzimmer mit Dusche oder Bad und mit WC
  • 5x Übernachtung im Schlafwagen (in der Regel in Zweibettabteilen)
  • 11x Mittag- bzw. Abendessen in ausgewählten Restaurants
  • Sämtliche Programmkosten (Stadtführungen, Referenten, Eintrittsgelder, Fahrten) im Rahmen des genannten Programms
  • Deutschsprachige Reiseleitung
  • Rücktrittsversicherung
  • Vorbereitungsmaterialien und Reisepreissicherungsschein

Teilnehmerzahl: mindestens 8; maximal 16



Termine:

25.05.2012 - 08.06.2012

Reiseleitung: Sybille Heeg


Preis: € 1895

Der Reisepreis gilt ab/bis Berlin.
Bei eigener An- und Abreise (z.B. per Flug) gilt ein Reisepreis von
€ 1590 ab Odessa/bis Simferopol

Einzelzimmerzuschlag: € 215
Weitere fakultative Leistungen auf Anfrage.


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31.08.2012 - 14.09.2012

Reiseleitung: Sybille Heeg


Preis: € 1895

Der Reisepreis gilt ab/bis Berlin.
Bei eigener An- und Abreise (z.B. per Flug) gilt ein Reisepreis von
€ 1590 ab Odessa/bis Simferopol

Einzelzimmerzuschlag: € 215
Weitere fakultative Leistungen auf Anfrage.


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