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Sankt Petersburg

Russlands Fenster nach Europa



Russland

Mit einer Exkursionen nach Puschkin/Zarskoje Selo

Die Erlöserkirche in St. Petersburg. Foto: Steffi WernerGerade mal etwas über als 300 Jahre ist sie alt – die Stadt St. Petersburg. Und trotz dieses relativ jungen Alters blickt sie auf eine bewegte Geschichte zurück. Zar Peter I., der Große, plante sie während des Nordischen Krieges (1700-1721) als Ort von strategischer Bedeutung, denn die Stadt an der Newa war der einzige eisfreie Hafen des Russischen Reiches. Zehntausende Arbeiter wurden zwangsverpflichtet und verloren ihr Leben. St. Petersburg sollte durch seine westliche Lage zu Russlands „Fenster nach Europa“ werden. Bedeutende italienische (Rastrelli) und französische Architekten (Le Blond) prägten schon früh das heutige Erscheinungsbild der Stadt.

Zu Beginn des 1. Weltkrieges wurde die Stadt umbenannt und aus „St. Petersburg“ wurde zunächst „Petrograd“. Im Februar 1917 kam es zu einem Generalstreik, Zar Nikolai dankte ab und Lenin setzte den Grundstein für die  „Oktoberrevolution“. Nach Ende des Krieges verlegte die Sowjetregierung ihren Sitz nach Moskau und die Einwohnerzahl Petrograds sank dramatisch. Kurz nach dem Tod Lenins wurde die Stadt erneut umbenannt – in „Lenin­grad“.

Im 2. Weltkrieg nach dem Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion begann am 8. September 1941 die Blockade Leningrads, die 900 Tage andauerte und die mehr als eine Million Bewohner der Stadt das Leben kostete.
In jüngster Geschichte entwickelte sich in den 1980er Jahren unter Michail Gorbatschow eine Politik der neuen Offenheit (Glasnost) und Umgestaltung (Perestroika). Im August 1991 versuchten reformfeindliche Politiker und Militärs gegen diese Politik zu putschen. Die Auflösung der Sowjetunion folgte. Unmittelbar danach erhielt Leningrad einen ursprünglichen Namen zurück.

Das heutige Petersburg ist geprägt von einem starken Kontrast: Glanz und Schönheit auf der einen Seite, Armut und wirtschaftliche Probleme auf der anderen Seite.

Voraussichtlicher Programmablauf

Kanal in Sankt Petersburg. Foto: Sigrid Harms1. Tag   So, 22. Juli 2012
Anreise

  • Flug von Berlin nach Petersburg
  • Transfer zum Hotel
    Alternativ individuelle Anreise
  • Am Nachmittag Treffen aller Teilnehmer/innen im Hotel und Begrüßung durch die Reiseleitung
  • Bootsfahrt auf den Kanälen im Stadtzentrum
  • Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant und Programmvorstellung

2. Tag   Mo, 23. Juli 2012
Annäherung an Petersburg

  • Ausführliche Stadtrundfahrt mit Ausstiegen:
    Peter und Pauls-Festung
    Petrograder Seite
    Strelka
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Stadtspaziergang „Petersburger Mythen und Legenden“:
    Schlossplatz, Winterpalais, Admiralität, Issakskathedrale, Newskij-Prospekt, Erlöser-Kathedrale)

Sankt Petersburger Fuß. Foto: Sigrid Harms3. Tag   Di, 24. Juli 2012
Leningrad im 2. Weltkrieg

  • Fahrt zum Piskarjowskoje-Friedhof (Gedenkstätte für die Opfer der Leningrader Blockade)
  • Besuch und Führung im Blockademuseum
  • Juden in St. Petersburg: Besuch einer Synagoge und Gespräch über die Situation der Juden im heutigen Russland
  • Treffen und Gespräch bei der Menschenrechts­organisation „Memorial“
  • Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant

In einer Markthalle in St. Petersburg. Foto: Sigrid Harms4. Tag   Mi, 25. Juli 2012
Exkursion nach Puschkin/Zarskoje Selo

  • Busfahrt von Petersburg nach Zarskoje Zelo
  • Besichtigung des Katharinenpalastes mit dem rekonstruierten Bernsteinzimmer
  • Spaziergang im Schlosspark
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Rückfahrt per Bus nach Petersburg
  • Zeit für eigene Erkundungen

5. Tag   Do, 26. Juli 2012
Das kulturelle Petersburg

  • Besuch des Dostojewski-Museums
  • Literarischer Stadtspaziergang auf den Spuren der Helden Dostojewskis
  • Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant
  • Besuch und Führung im Anna-Achmatowa-Museum
  • Besuch einer Opern- oder Ballettaufführung (fakultatives Angebot) 

Detail Erlöserkirche. Foto: Sigrid Harms6. Tag   Fr, 27. Juli 2012
Petersburg aktuell

  • Gespräch mit einem Petersburger Journalisten über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation in Petersburg und in Russland
  • Zeit zur freien Verfügung; Besuch der Eremitage (fakultativ)
  • Projektbesuch
  • Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant und Ausklang der Reise

7. Tag   Sa, 28. Juli 2012
Abreise

  • Transfer zum Flughafen und Flug nach Berlin
    Alternativ individuelle Rückreise

Das beschriebene Programm ist lediglich ein beispielhafter Vorschlag. Gerne passen wir den Ablauf an Ihre Wünsche an.


Leistungen

Im Reisepreis enthalten sind:
  • Flug Berlin-Petersburg-Berlin
  • 6x Übernachtung mit Frühstück in einem zentral gelegenen  Mittelklassehotel; Doppelzimmer auf Wunsch Einzelzimmer mit Dusche oder Bad und mit WC
  • Transfer Flughafen-Hotel-Flughafen
  • 6x Mittag- oder Abendessen in ausgewählten Restaurants
  • Sämtliche Kosten im Rahmen des genannten Programms (Stadtführungen, Referenten, Eintrittsgelder, Fahrten)
  • Visagebühr und Visabeschaffung
  • Deutschsprachige Reiseleitung
  • Rücktrittsversicherung
  • Vorbereitungsmaterialien und Reisepreissicherungsschein

Teilnehmerzahl: mindestens 8; maximal 16



Termine:

22.07.2012 - 28.07.2012

Preis: € 1500

Der Reisepreis gilt ab/bis Berlin.
Preis ab/bis St. Petersburg (mit eigener An- und Abreise): € 1200.

Einzelzimmerzuschlag: € 180
Fakultative Leistungen: auf Anfrage


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