Kaliningrad/Königsberg und Kuršskaja Kosa/Kurische Nehrung

Mit Aufenthalten in Sowjetsk/Tilsit, Svetlogorsk/Rauschen und Exkursionen nach Jantarnyj/Palmnicken, Zelenogradsk/Cranz und auf die Kurische Nehrung

Diese Reise wird leider nicht stattfinden, da die Zugverbindung ersatzlos gestrichen wurde!

Die jüngere Geschichte Kaliningrads ist die der westlichsten sowjetischen Stadt, des nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebauten Zentrums der russischen Exklave. Doch kann man im über 750 Jahre alten Königsberg auch noch der preußischen und deutschen Geschichte nachspüren.

„Stadt der reinen Vernunft“

König Ottokar II. ließ hier am Ufer des Pregels im Verlauf eines Kreuzzugs des Deutschen Ritterordens eine Burg zur Unterwerfung der heidnischen Pruzzen und Litauer errichten. Aus „des Königs Burg“ wurde später Königsberg, aus dem Namen der ermordeten oder gewaltsam christianisierten Pruzzen leitete sich Preußen ab. Kurfürst Friedrich III. krönte sich hier 1701 selbst zum ersten „König in Preußen“. Königsberg wurde Hauptstadt Ostpreußens. In dieser Zeit wirkte an der bereits 200 Jahre alten Königsberger Universität Immanuel Kant als Professor für Logik und Metaphysik.

Juden in Königsberg

In der bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts herrschenden relativ liberalen Grundstimmung konnte sich die jüdische Gemeinde in Königsberg besser entfalten als anderswo. Das änderte sich nach 1918 ins Gegenteil, als Ostpreußen zur Exklave geworden war und sich wirtschaftliche Schwierigkeiten verstärkten. Die NSDAP erhielt schon ab 1930 starken Zulauf, ab 1933 waren die Juden Verfolgungen und Diskriminierung ausgesetzt. Über 1.100 Juden, die nicht rechtzeitig vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten emigrieren konnten, wurden 1942/43 nach Minsk, Riga, Theresienstadt und Auschwitz deportiert und ermordet.

Aus Königsberg wird Kaliningrad

Durch Bombenangriffe und in den Kämpfen um die „Festung Königsberg“ 1945 wurden 90 Prozent der Innenstadt zerstört. Von den noch in der Stadt lebenden Deutschen kamen über 90.000 durch Hunger, Erkrankungen und Übergriffe ums Leben. Die übrigen wurden 1948 ausgesiedelt. Bis 1991 war Kaliningrad als militärischer Sperrbezirk eine geschlossene Stadt. Trotz wirtschaftlicher Verbesserungen seit der Einrichtung einer Sonderwirtschaftszone und dem Bauboom im Zuge der 750-Jahrfeier leidet die Stadt unter ihrer Abschottung von den sie umgebenden EU-Ländern.


Voraussichtlicher Reiseablauf

1. Tag
  • Fahrt mit dem Nachtzug ab Berlin
2. Tag
  • Ankunft in Kaliningrad am Nachmittag
  • Orientierungsspaziergang
3. Tag
  • Stadtrundfahrt mit Ausstiegen: Innenstadt, Dom, Kantgrabmal, Kneiphof, Börse, Villenviertel Amalienau u.a.
  • Besuch des "Bunkermuseums": Die Eroberung Königsbergs durch die Rote Armee und Vertreibung der deutschen Bevölkerung
4. Tag Geschichte der Königsberger Juden
  • Besuch von Orten jüdischen Lebens und des Zweiten Weltkriegs in Königsberg (per Bus)
  • Gespräch mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde
  • Konzert des jüdischen Jugendchors
5. Tag
  • Die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation: Gespräch mit einem Journalisten
  • Fahrt mit dem Bus nach Sowjetsk/Tilsit
6. Tag
  • Stadtrundgang durch Sowjetsk (Königin-Luise-Brücke, ehemalige Synagoge, Jugendstilgebäude)
  • Weiterfahrt nach Svetlogorsk/Rauschen: Traditionsreicher, im Krieg kaum zerstörter Badeort an der Ostsee, dort Übernachtung
7. Tag Tagesexkursion Kurische Nehrung
  • Bernsteintagebau in Jantarnyj/Palmnicken
  • Vogelwarte in Rybacij/Rossitten
  • Dünen- und Strandspaziergang
  • Fahrt in das Samland
8. Tag
  • Zeit zur freien Verfügung in Svetlogorsk
  • Busfahrt nach Kaliningrad am Nachmittag
  • Am Abend Abfahrt mit Bahn nach Berlin
9. Tag
  • Ankunft in Berlin am Morgen

Kosten und Leistungen

  • Reisepreis: € 1050,- (ab/bis Berlin)
  • bei eigener An-/Abreise bis/ab Kaliningrad: € 950,-

Bei eigener An-/Abreise beraten wir Sie gerne oder sind Ihnen bei der Flugbuchung behilflich.

Im Preis enthalten sind:

  • Bahnreise Berlin–Kaliningrad–Berlin im Schlafwagen (3-Bett-Abteile)
  • 6 Übernachtung im DZ mit Bad/WC in Mittelklassehotels
  • 6 Tge Halbpension (Essen in ausgewählten Restaurants)
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder, Tagesexkursionen, deutsche und russische Reiseleitung
  • Visagebühr und -beschaffung
  • Vorbereitungsmaterialien und Sicherungsschein

Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmerzuschlag: € 85,-
  • Schlafwagen Berlin-Kaliningrad-Berlin im 2-Bett-Abteil:: € 30,-
  • Transfer, z.B. Flughafen-Hotel (bei eigener An-/Abreise): Preis auf Anfrage