Metropole auf zwei Kontinenten
Lichtbildervortrag: Dienstag, 30. März 2010 um 20.00 Uhr - Schropp Fachhandlung für Reiseliteratur und Karten - Hardenbergstraße 9a, 10623 Berlin-Charlottenburg, Nähe U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz (U2) - Eintritt frei
Mit zahlreichen beeindruckenden Fotos wird Ute Biedermann von StattReisen Berlin über die Metropole auf zwei Kontinenten berichten und Lust auf eine Reise in Europas Kulturhauptstadt 2010 machen. Dabei können Sie hautnah die Vielfalt der verschiedenen Lebenswelten in der Metropole zwischen Europa und Asien erleben.
Istanbul ist die einzige Stadt der Welt auf zwei Kontinenten. Die pulsierende Weltstadt am Bosporus hat viele Gesichter: Die atemberaubende Vergangenheit als Zentrum des Oströmischen bzw. Byzantinischen und später des Osmanischen Reiches, das Zusammentreffen von Europa und Asien.
Zwischen Tradition und Moderne
Die in eine Moschee umgewandelte Patriarchatskirche Hagia Sophia, der Topkapi-Palast und die Blaue Moschee sind nur einige bekannte Zeugnisse aus der Zeit, als die Sultane in Konstantinopel über ein Weltreich herrschten. Aufstieg und Niedergang brachten unterschiedliche Gruppen in die Stadt: Spanische Juden flohen vor der Inquisition, später kamen Tataren, islamisierte Slawen vom Balkan und kaukasische Völkergruppen. Die Ermordung hunderttausender Armenier 1915 läutete das Ende der religiösen und ethnischen Vielfalt ein und sorgt noch heute international für heftige Diskussionen. Mit der Gründung des modernen Staates nach europäischem Muster unter Mustafa Kemal Paşas (später Atatürk, „Vater aller Türken“) wurde die Trennung von Staat und Religion in der Verfassung verankert. Allerdings sorgt bis heute das Militär für die Aufrechterhaltung des Laizismus gegen Bestrebungen islamischer Fundamentalisten.
Zentrum der modernen Türkei
Istanbul ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Türkei und eine der vielfältigsten Städte der Welt. Es lohnt sich also der Weg über die Basare und in die Stadtviertel abseits der Touristenpfade: ins jüdische Istanbul in Galata und Balat, in die Straßen von Taksim und Beyoğlu, in den asiatischen Stadtteil Üsküdar oder zum muslimischen Wallfahrtsort Eyüp. Der Besuch eines Frauenprojektes zeigt die Spannungen zwischen einer sich auf Traditionen besinnenden Männergesellschaft und emanzipatorischen Bestrebungen im Sinne einer offenen Gesellschaft auf.
-> Istanbul - ein kurzer historischer Abriss