Einwanderungsland Israel
Seit seiner Gründung 1948 ist der Staat Israel großen Anfeindungen durch die Nachbarstaaten ausgesetzt, bisher war Israel an neun Kriegen beteiligt. Dennoch sind die meisten der heute 7 Mio. Israelis nach 1948 eingewandert.
In dem nur 20.000 km2 Land findet man eine einzigartige Mischung unterschiedlicher Volksgruppen und Religionen. Auch die größte Bevölkerungsgruppe, die jüdische, hat keine einheitlichen Wurzeln: die heutigen Israelis kommen aus rund 100 verschiedenen Ländern. Daneben beeinflussen auch die Kulturen seiner Nachbarstaaten das Leben in Israel, so dass das Land sich als buntes Mosaik unterschiedlicher Kulturen zeigt.
Auf unserer Reise wollen wir uns mit dem Besuch von Versöhnungsprojekten und zukunftsweisenden Initiativen, die für eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern eintreten, diesem Aspekt der Geschichte und Gegenwart Israels widmen. Ein weiterer Schwerpunkt der Reise wird der Einfluss der (ost-) europäischen Geschichte und der osteuropäischen Einwanderer auf die Geschichte und Gegenwart Palästinas und Israels sein.
Mit der ersten jüdischen Einwanderungswelle (1. Alijah) seit den 1880er Jahren kamen v.a. osteuropäische Juden nach Palästina, die auf der Suche nach einem sicheren und selbstbestimmten Leben vor Pogromen und Antisemitismus aus ihren Heimatländern geflohen waren Die Bevölkerungszahl wuchs auch mit der zweiten Alijah, in der zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Teile der jüdischen Bevölkerung Westeuropas vor antisemitischen Anfeindungen und Repressalien nach Palästina flüchtete, weiter an.
Während des 2. Weltkrieges gelang nur vergleichsweise wenigen Juden die Einreise nach Palästina, was zum einen an der restriktiven Haltung der damals britischen Mandatsregierung, zum anderen v.a. an der immer härter werdende Verfolgung durch die Nationalsozialisten und die Vernichtung der europäischen Juden in den Konzentrationslagern lag.
Auch zwischen 1945 und dem Jahr der Staatsgründung 1948 war die Einwanderung nach Palästina für die Holocaust-Überlebenden schwer und gelang wenn, dann v. a. durch die Arbeit jüdischer Hilfsorganisationen.
Das Streben vieler ashkenasischer Juden nach Verwirklichung ihrer sozialistischen Utopien und neuer Lebensformen hatte einen wichtigen Anteil an der Prägung des neuen Staates Israel. In Gesprächen und Kibbutz-Führungen gehen wir den osteuropäischen Wurzeln und der aktuellen Situation der Kibbutzbewegung nach.
Zwischen 1989 und 1999 fanden über eine Million jüdische Einwanderer aus der ehemal. UdSSR in Israel eine neue Heimat.
Bis zum heutigen Tage ist die Geschichte Israels durch Einwanderungen in das kleine Land bestimmt. Diesem Thema wollen wir uns u.a. in Gesprächen mit einer Holocaust-Überlebenden und einem russischen Einwanderer annähern. Daneben bieten ein Bad im Toten Meer und ein freier Tag in Jerusalem auch Zeit für Entspannung.
Daneben bieten ein Bad im Toten Meer und ein freier Tag in Tel Aviv auch Zeit für Entspannung.